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Internationale Leseabende in Bocholt ab Herbst 2018

Ende Februar gab es in Herdings SkyLounge in Bocholt einen internationalen Leseabend mit meiner italienischen Kollegin Margherita Carbonaro und mir. (s. Foto auf dieser Seite und Infos unter dem Menüpunkt „act“). Die Resonanz war insgesamt so positiv, dass die Idee entstand, in Bocholt eine Reihe solcher Leseabende zu veranstalten und dabei ÜbersetzerInnen, AutorInnen sowie VerlegerInnen verschiedenster Nationalitäten auf die Bühne zu holen und mit einander ins Gespräch zu bringen. Dabei soll auch das Publikum mit einbezogen werden.

Zentrales Thema wird das Literaturübersetzen sein:

„Wir vermitteln durch das Projekt den Übersetzer/innen die verdiente Wertschätzung ihrer Arbeit und bieten einen interkulturellen Dialog zu verschiedensten interessanten Themen“, sagt der Initiator Jochen Methling, Integrationsbeauftragter der Stadt Bocholt, der bereits den ersten Abend im Februar initiiert hatte.

Ich freue mich sehr, dass mir die inhaltliche Federführung und Moderation dieser Abende anvertraut wird. Ich habe die Projekt-Idee bereits Kollegen aus ganz verschiedenen Ländern vorgestellt, die ich vor allem bei Arbeitsaufenthalten im Europäischen Übersetzerkollegium in Straelen kennengelernt habe – alle haben sich für diese Idee begeistern können und ich glaube, dass wir spannende Abende mit sehr unterschiedlichen und interessanten Menschen gestalten können werden.

In diesem Herbst geht es nun los: Am Freitag, 28. September 2018, im Rahmen der Interkulturellen Wochen in Bocholt und zum Hieronymus-Tag, Internationaler Übersetzertag, in Kooperation mit der WELTLESEBÜHNE. https://www.weltlesebuehne.de/

Für diesen ganz besonderen Abend habe ich meine Kollegin Claudia Cabrera aus Mexiko gewinnen können. Wir haben ein zentrales Thema gewählt, das uns beide verbindet: „Lebendige Sprache – Übersetzen für das Theater„.

Foto: Zoltan Halasi

Updates zu den Leseabenden in Bocholt gibt es jeweils hier sowie unter den aktuellen Terminen.

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work in progress…

ein neues Programm ist in Arbeit – (ist aber wirklich VIEL Arbeit…)

TO YOU I GIVE MYSELF
-SHAKESPEARE IN LOVE –

Da durchsucht man die Weltliteratur nach interessanten Themen und Stoffen, die alle Zeitalter überdauern und nie ihre Bedeutung verlieren – und irgendwann landet man unweigerlich bei der Liebe. Man sucht nach Autoren, deren Werk ebenso zeitlos ist – und landet garantiert an irgendeinem Punkt bei Shakespeare.

Vierhundert Jahre sind seit seinem Tod vergangen, aber seine Texte haben über die Jahrhunderte nichts an Aktualität verloren. Und eines der ganz großen und universellen Themen, das sich wie ein Roter Faden durch sein gesamtes Werk zieht, ist die Liebe. Er zeigt sie uns in seinen Stücken und in seinen Sonetten und lässt sie uns in all ihren so unterschiedlichen Erscheinungsformen erleben. Er hat starke Charaktere und so weltberühmte Liebespaare geschaffen wie Romeo und Julia, Rosalind und Orlando, Viola und Orsino, Othello und Desdemona, Beatrice und Benedikt, Titania und Oberon.

Seine Liebesgeschichten können uns in der Seele berühren. Zuweilen sind sie zu tiefst verstörend und verwirrend. Ihre Leichtigkeit und das Beglückende gehen Hand in Hand mit der Nähe zum Schmerz: in der Liebe liegen Kreativität und Destruktivität sehr dicht beieinander.

So kommt die Idee, dieses große Thema LIEBE ganz und gar mit Texten aus Shakespeares Werk zu gestalten und auf die Bühne zu holen – mit Worten und Musik, mit Fragmenten aus den Stücken, Monologen, Dialogen, mit einigen Liedern aus den Stücken und natürlich mit Sonetten: mal im englischen Original, mal in einer heutigen Übersetzung. Denn die Kraft und Poesie seiner Sprache ist einzigartig und immer wieder atemberaubend schön …

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